| Am 17.6.
erreichen
die Regimenter der 44.ID den Raum nordöstlich von Orleans. Das
IR131
marschiert am Abend des 17.6. in Neuville ein, das vorderste Bataillon
gelangt bis nach St. Lye. Mit großer Freude wurde von den
Soldaten
am Nachmittag die Sondermeldung aufgenommen, daß der
französische
Ministerpräsident Petain die deutsche Führung um
Verhandlungen
über den Waffenstillstand ersucht hat. Nach diesen furchtbaren
Tagen
des Kampfes und der großen Verluste zeichnet sich endlich ein
Ende
der Gefechte ab. Es dauert aber noch bis zum 24.6. bis endlich die
Waffen
ruhen. Über die Freude der Soldaten über den Waffenstillstand ist eine Tagebuchaufzeichnung des Unteroffiziers Fischer der 4./IR 132 der Divisionsgeschichte entnommen: "24.6.1940. Und es soll doch Waffenstillstand sein! Am frühen Morgen wird es bekanntgegeben. Wir sitzen in unseren Zelten. Wir sagen im ersten Augenblick gar nichts, sehen uns nur gegenseitig an. Da springt der Zwickl auf und wie auf ein Zeichen sind wir alle hoch. 'Kinder, Frieden is, Jessas, Jessas Frieden! I' muass was z'ammhaun - na so was, Karle, Mensch!' Er stürzt auf mich zu. Gegenseitig fallen wir uns um den Hals. Wir tanzen, lachen, singen. Champagner haben wir immer auf Lager. Pfropfen knallen. Der Waffenstillstand muß begossen werden. Fröhlich sitzen wir beisammen. Meine Augen wandern im Kreis herum, liebe, vertraue Gesichter: meine Kameraden! Der Rudi, der Fredl, der Ernstl, der Toni, Leo, Fritz, Martin, Franzl, der Binder, der Lehner und neben mir der Zwickl. Alle sind sie da - doch einer fehlt: der Loisl." |
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Fotos von Adolf Kaipel
