Über den Dnjepr - 16. und 17. September 1941

Am 23. August stößt die Vorausabteilung der 111.Infanteriedivision auf die große Dnjeprbrücke bei Gornostaipol vor. Der Versuch mit zwei Sturmgeschützen die Brücke im Handstreich zu nehmen mißlingt. Es können aber die Zündkabeln durchtrennt werden, so daß es der Roten Armee nicht möglich ist, die Brücke zu sprengen. Nachdem Verstärkung heran ist, unter anderem die 6. Kompanie des Schützenregimentes 110 der 11. Panzerdivision, gelingt es diesen beiden deutschen Vorausabteilungen am Abend des 23. August die Brücke vollständig unbeschadet in Besitz zu nehmen.
Die Rote Armee versucht in der Folge unter anderem durch Einsatz von Kanonenbooten die Brücke doch noch zu sprengen. Die sowjetischen Angriffsbemühungen haben vorerst auch tatsächlich Erfolg, da es ihnen gelingt den Übergang zu zerstören. Sie können aber nicht verhindern, daß die deutschen Divisionen eine Pontonbrücke bauen und so den Schicksalsfluß der Ukraine überwinden, um weiter im Osten die Kesselschlacht von Kiew zu schlagen.
Die 44.Infanteriedivision hat an anderer Stelle versucht, den Dnjepr zu überwinden, dies aber durchwegs mit Verlusten bezahlt. Am 11.9. wird die Division aus ihrem bisherigen Abschnitt bei Dymer herausgelöst und am Westufer des Dnjepr nach Norden in den Raum Gornostaipol verlegt. Da an der Übergangsstelle ein großer Stau herrscht, schließlich marschiert ein Großteil der 6.Armee durch dieses Nadelöhr, gelangt die Division erst am 16. und 17.9. über die Pontonbrücke auf das Ostufer, um dort in die größte Kesselschlacht der Militärgeschichte einzugreifen.
Der rote Kreis auf dem nachfolgenden Plan zeigt den Übergang über den Dnjepr bei Gornostaipol. Eine Gegend, die übrigends vierzig Jahre später, durch den Supergau von Tschnobyl weltberühmt wurde.
Der blaue Kreis zeigt die Stadt Kiew, in deren Vorfeld die 44.ID fast einen ganzen Monat gekämpft hat.



Gornostaipol

Im Hintergrund die gesprengte Dnjeprbrücke, im Vordergrund eine deutsche Fähre

Die Soldaten der 44.Infanteriedivision marschieren über den Dnjepr einer ungewissen Zukunft entgegen.

Ein deutsches Motorboot auf dem Dnjepr.



Fotos von Johann Bundschuh

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